Armut durch Pflege in BILD DER FRAU

BILD DER FRAUDIE NEUE GENERATION DER SANDWICH-FRAUEN

… so lautet die Überschrift des Artikels in der Ausgabe der Bild am Frau vom15.05.2015.

Er entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative ADP und Frau Laudien steht für Zigtausende Frauen, die mitten in der Kindererziehung auch noch mit der Pflege von Familienangehörigen konfrontiert werden.

Starke Frauen sind sie  – wohl wahr – aber schwach sozial abgesichert für diese immense gesellschaftliche Leistung, die dem Sozialsystem Milliarden erspart und die Akteure im sozialen Abseits stehen lässt.

So wir Almut Laudien…., die notgedrungen im ALG II Bezug ist, ihre eigene Altersvorsorge ist minimalistisch – und dies betrifft zum größtenteil nach wie vor Frauen, die dann selbst im Alter arm sind.

Altersarmut ist “weiblich”, Ursachen ist die mangelnde Wertschätzung und Absicherung in Kindererziehungszeiten und Pflege von Angehörigen.

Danke an Almut Laudien für Ihr Mitmachen, an Reeg Bena für die Zusammenarbeit und das Aufgreifen der Drei-und Vierfach-betroffenen Sandwich-Frauen (und Männer).

Lesen Sie hier den kompletten Artikel in Bild der Frau (15.05.2015) und unser             ADP-Rentenpapier.

 

Wir nehmen SIE gerne mit nach BERLIN!

Wohlwissend, dass nicht alle Pflegenden in Berlin wohnen und nicht alle Menschen, die pflegen “vor die Tür” oder “abkömmlich” sind, bieten wir Ihnen an:

WIR NEHMEN SIE “EINFACH MIT” NACH BERLIN…. !!cropped-PVV-Flyer-A5-med-res.jpg

Schreiben Sie uns ihr kurzes Statement einfach in die Kommentare – wir nehmen Sie gerne “mit nach Berlin”…                                                                                         Ihr Team ADP

WAS KOMMT NACH DER PFLEGE….???

WDR – Beitrag – 2. Teil – Elin Rosteck begleitete Renate Lonn NACH der Pflegesituation – Ausstrahlung am 19.04.2015 PFLEGE MACHT ARM ! WDR 19.04.2015

Sieben Jahre lang hat sie ihre schwerkranke Mutter gepflegt, Tag und Nacht, rund um die Uhr. Jetzt aber, nach dem Tod der Mutter, nimmt Renate Lonn die Fäden ihres Lebens wieder auf. 


Renate LonnRenate Lonn

Sie will raus aus Hagen, zurück nach Italien, will ihre Kunstleidenschaft wieder aufnehmen. Die Realität aber treibt sie ins Jobcenter, sie muss Hartz IV anmelden. Ohne Rücklagen, ohne Erbe ist es mit 56 Jahren und zwei abgebrochenen Studiengängen kaum möglich, beruflich Fuß zu fassen.

Doch Frau Lonn will´s wissen: Mit Elan und Mutterwitz reißt sie das Ruder herum und kämpft sich trotz Gegenwind nach vorne.

DANKE an Renate Lonn und Elin Rosteck (WDR), die Frau Lonn auch NACH der Pflege ihrer Mutter weiter begleitet haben… – denn der Weg zurück ins Leben ist für viele pflegende Angehörige ähnlich !!  Ihr Team ADP

Her der komplette TV – Beitrag (30´) PFLEGE MACHT ARM ! WDR 19.04.2015

“Altersarmut – auch in Osnabrück?”

 „…es ist davon auszugehen, dass die Gruppe der Altersarmen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten (deutlich) anwachsen wird“, heißt es z.B. in einer entsprechenden Studie der Universität Münster. Der Rat der Stadt hatte sie in Auftrag gegeben und wollte wissen, wie Münster darauf vorbereitet ist und welche Maßnahmen ergriffen werden können.

Björn Wendt, Mitautor der Untersuchung, wird die wichtigsten Ergebnisse vorstellen, da die Grundannahmen auch für Osnabrück zutreffen und wir so vielleicht etwas von un- seren Nachbarn lernen können.

Ein Ergebnis ist in der Wissenschaft unstrittig: Altersarmut ist weiblich! Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber wesentlich sind die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen, die mehrheitlich von Frauen geleistet wird.

Zum Thema „Armutsrisiko Pflege“ referiert sehr authentisch Susanne Hallermann und schlägt auch für die Kommunen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der pflegenden Angehörigen vor. 

Samstag, 25. April 2015 – Osnabrück

JPEG2 NEU_Einladungsflyer_26._OSK

Hier der Veranstaltungsflyer & Anmeldung !

Broschüre zur Pflegevollversicherung – Informationskampagne gestartet…

Grandmother with her grand daughter

Berlin.

Pflegebedürftigkeit führt die betroffenen Familien in die Armut.

Wer in der Pflege arbeitet, kann häufig davon nicht leben.

Pflege ist chronisch unterfinanziert.

                                         

Weil die politische Diskussion über eine Pflegewende und eine gerechtere Finanzierung gerade Fahrt aufnimmt, präsentiert die bundesweite Interessenvertretung wir pflegen mit ihrer Initiative gegen Armut durch Pflege nun eine Broschüre zum Thema Pflegevollversicherung.

Susanne Hallermann, Koordinatorin der Initiative und selbst von Armut durch Pflege betroffen, beklagt: „Die Soziale Pflegeversicherung ist heute weder „sozial“, noch eine „Versicherung“ für Pflegebedürftigkeit. Wir benötigen dringend eine bessere Finanzierung der Pflege und deshalb muss auch eine Pflegevollversicherung in die öffentliche Diskussion gerückt werden. Pflegeleistungen haben einen gesellschaftlichen Wert, der entsprechend honoriert und sozial abgesichert werden muss, denn die Pflegeleistungen von pflegenden Angehörigen liegen weit höher als alle Leistungen der sozialen Pflegeversicherung.

Präsentiert wird die Broschüre am Samstag, 9. Mai in Berlin bei der Veranstaltung „Hilf mir aus der Pflegearmut!“. Sie ist Teil der Berliner Woche der pflegenden Angehörigen, die vom 4. – 10. Mai 2015 stattfindet. Benjamin Salzmann, Mitarbeiter der Fachstelle für pflegende Angehörige in Berlin, die nun schon zum dritten Mal diese Eventwoche organisiert, begrüßt die Initiative: „Wir freuen uns, dass das Kulturprogramm dieser Woche auch durch eine kritische pflegepolitische Diskussion bereichert wird. Berlin ist stolz auf seine pflegenden Angehörigen und will ihre Leistungen würdigen, doch wir dürfen nicht ignorieren, dass mehr und mehr von Pflege betroffene Familien in langfristiger Armut enden.“

Das bestätigt Sebastian Fischer, Vorstandsmitglied von wir pflegen. Er freut sich auf den Kampagnenstart in Berlin und ergänzt: „Nur wer die Fakten kennt, kann auch mitreden und mit gestalten! Unsere Aufklärungsbroschüre über die Pflegevollversicherung soll eine breite, sachlich geführte Diskussion in unserer Gesellschaft unterstützen, denn jeder kann schon morgen selbst pflegebedürftig oder pflegender Angehöriger sein.”

HIER finden Sie die Pressemeldung & die komplette Broschüre zur PVV.

 

“Hilf mir aus der Pflegearmut!”

cropped-PVV-Flyer-A5-med-res.jpg

 

Gemeinsam mit             wir pflegen, ver.di & Pflege am Boden sind  wir bei der Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin dabei –              mit der einzigen pflegepolitischen Veranstaltung!

 

Diese Veranstaltung bietet Menschen, die pflegen und etwas bewegen wollen, Informationen zur Pflegevollversicherung und will ihnen die Gelegenheit geben, ihre Erfahrungen mitzuteilen, gehört zu werden !!

Wir laden Sie ein dabei zu sein und freuen uns über Betroffene (pflegende Angehörige, Pflegebedürftige und beruflich Pflegende), die ihre Erfahrungen mit dem derzeitigen Pflegesystem mitteilen möchten.

Hier der Veranstaltungsflyer der gesamten 3. Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin vom 04.-10. Mai 2015.

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen gerne in die Kommentar-Spalte, falls Sie aufgrund Ihrer Pflegeleistung nicht persönlich anwesend sein können – wir “nehmen Sie dann mit !”                                                                                               Ihr Team ADP

„Meine Oma war meine Seelengefährtin. Ich bin teilweise bei ihr aufgewachsen.“

 

Ruth Gerstner mit Oma

 

Omas Lachen. „Sie war so witzig – ich habe so gern mit ihr gelacht“, erinnert sich Ruth. 

Die Erinnerungen sind es, die sie auch durch schwere Zeiten trugen.

 

Deshalb fasst Ruth Gerstner (41) aus Augsburg einen folgenschweren Entschluss: 2001 übernimmt sie die Pflege ihrer Großmutter Katharina, einer ehemaligen Sekretärin im bayerischen Familienministerium, die mit 77 Jahren an Demenz erkrankt ist.

Die Pflege leistet Ruth anfangs in Teilzeit, seit 2012 in Vollzeit. Ihren eigenen Beruf als Rettungsassistentin und Heilpraktikerin gibt sie auf, auch ihre schöne Wohnung am Ammersee. Die Naturfreundin zieht in eine Stadtwohnung bei Augsburg – mit Oma.    Ruth: „Bis zu ihrem Tod am 3. Oktober 2014 war ich voll für sie da.                               Eine Herzensentscheidung.“

Damit ist Ruth nicht alleine. In 71 Prozent aller Fälle pflegen Frauen!                     Im Dezember 2011 waren in Deutschland 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig.

Mehr als zwei Drittel werden zuhause von Angehörigen versorgt. Und die Pflegenden sind zu 71 Prozent weiblich. Wenn es sich um Vollzeitpflege handelt, verzichten sie aufden Beruf, auf Selbstverwirklichung – und auf eine gute Rente.

Für ein Jahr häusliche Pflege in Pflegestufe 1 erwerben die Frauen einen Rentenanspruch von 7,42 Euro. Für ein Jahr Kindererziehung gibt es 27,47 Euro, ein Durchschnittsverdiener erwirbt 32 Euro.

Ruth Gerstner sagt: „Es war nicht einfach, den Beruf und mein eigenes Geld aufzugeben.  Als ich mit Oma in die Wohnung zog, war klar, dass ich von ihrer Rente und von Zuschüssen meiner Mutter leben muss.“

710 Euro monatlich kostet allein die Warmmiete der Drei-Zimmer-Wohnung.                „Oma hatte 1100 Euro Rente, ich bekam in Pflegestufe III 700 Euro Pflegegeld.         Davon musste ich auch noch eine nette Nachbarin bezahlen, um wenigstens mal für ein paar Stunden aus dem Haus zu kommen. Da es mit der Zeit immer schwieriger wurde, brauchte ich diese kleinen Fluchten.“

Anspruch auf Arbeitslosengeld erwirbt sie durch die ihre mutige Entscheidung zur Pflege nicht. Im August 2014 sind Ruths Mittel zum Lebensunterhalt schließlich nahezu aufgebraucht.

Kurz nach ihrer Großmutter stirbt im November 2014 auch Ruths Mutter Irmgard mit 69. Die ehemalige Sekretärin und Hausfrau hatte freiwillig in einem Heim gelebt, wollte ihre Tochter nicht auch noch belasten. Nun steht Ruth vor dem Nichts.

Zwar hat sie eine kleine Erbschaft zu erwarten, aber sie verfügt über keinerlei Einnahmen. Sie bittet ihre Vermieter, die Miete zu erlassen, bis sie das Erbe, eine Wohnung, antreten kann. Vor Weihnachten kommt der Brief, dass sich die Vermieter nicht darauf einlassen. Jetzt muss Ruth sich schnell einen Job suchen. Nach so vielen Jahren wird das nicht leicht werden. Aber welche Schwierigkeiten sie jetzt und auch im Alter erwarten, Ruth hat ihre Entscheidung nie bereut: „Ich würde es immer wieder machen.“

Redakteurin Ulrike Wilhelm erlebte mit, wie ihre Tante ihre Oma pflegte: Hut ab!

Dieser Bericht entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative ADP.                       Wir bedanken uns bei Ulrike Wilhelm und natürlich besonders bei Ruth Gerstner.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht, der am 04.02.2015 in der LAURA und später auch in der MEIN TV & ICH erschien (März 2015).

Die Veröffentlichungsrechte erhielten wir für April 2015 .

DIE GEHETZTEN SIND WIR !!

WEIL ES AUCH FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE GILT…!!!

Rolli - Menschen - Trick

 

Irgendwann müsse mit der Vereinbarkeitslüge Schluss sein, meint Marc Brost: Arbeitende Eltern seien permanent gehetzt und übermüdet. Nicht nur Karrieristen würden darunter leiden, Job und Familie nicht unter einen Hut zu bekommen.

Bin ich gerne Papa? Ja, absolut, von ganzem Herzen. Arbeite ich gerne in meinem Beruf? Ja, leidenschaftlich gerne.Und, geht beides zusammen? Die übliche Antwort lautet: Ja, klar.

Manchmal hakt es ein bisschen, manchmal sind wir zuhause alle ein bisschen erschöpft. “Urlaubsreif” nennen wir das. Aber im Großen und Ganzen gibt es kein Problem, denn meine Frau und ich, wir sind ja prima organisiert.

Die Wahrheit ist: Wir sind permanent müde, haben Ringe unter den Augen, schlafen schlecht. Wir sind ständig nervös, wie gehetztes Wild. Wenn wir morgens aufwachen, fällt uns sofort ein, was wir alles schaffen müssen. Wenn wir abends ins Bett fallen, wissen wir, dass wir wieder nur die Hälfte von dem erledigt haben, was eigentlich anlag.

Wir trinken unseren Kaffee im Gehen, essen im Stehen. Und wenn wir nach Hause kommen, nach einer Dienstreise, einem turbulenten Meeting, einer Brüllerei am Telefon, sind wir abgekämpft und angespannt. In unserem Kopf tobt noch der Tag, und dann braucht es nur eine falsche Bemerkung – und es gibt Streit.

Es geht einfach nicht zusammen. Wir haben nie genug Zeit für unsere Kinder. Wir haben nie genug Zeit für unsere Partner. Und wir haben nie genug Zeit für unseren Job. Klingt das frustriert? Mag sein. Aber ich bin gar nicht frustriert. Nur verärgert.

Lesen oder hören Sie hier den ganzen Beitrag aus dem Deutschlandradiokultur vom 27.03.2015 !