Mit Hartz IV wird man daran gehindert, für das eigene Alter vorzusorgen!

( Herr B. ist 57 Jahre alt, pflegte seit 10 Jahren und lebt in Sachsen)

Meine Forderungen an Politik und Gesellschaft:

Es muss möglich sein, die freie Wahl zu haben, die Pflege zu Hause durchzuführen ohne zu verarmen. Dies entspricht den Wünschen der meisten pflegebedürftigen Menschen und der Menschenwürde. Ich fordere die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen (SGB XI), damit Pflegebedürftige den sie pflegenden Familien, Freunden und Bekannten ein Grundeinkommen sichern können.         

Warum sollte man seinen Angehörigen nicht Zuhause pflegen dürfen?

Seit schon 10 Jahren pflege ich Tag ein und Tag aus meine alte gebrechliche Mutter (95). Eine lange Zeit, meine ich. Wohl bemerkt, ich mache es gern. Sie möchte nicht ins Pflegeheim. Das respektiere ich und pflege sie in ihrer kleinen 2 Zimmer Wohnung. Allerdings finde ich es beschämend, dass die Politik diese unbezahlte Pflegearbeit unter das „Joch“ der unzulänglichen Hartz – Gesetze stellt. Die Ungerechtigkeit nimmt so ihren Lauf.

Ich musste eine Entscheidung treffen: „ Pflegeheim oder wieder zurück nachhause?“
2004 brach meine Mutter urplötzlich vor dem Küchenherd zusammen – ein Schlaganfall. Sie konnte sich nur durch Klopfen bemerkbar machen. Die Nachbarn haben dann den Notdienst informiert, der sie ins Krankenhaus einwies. Kurz vor Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde ich zu einem Gespräch mit dem Sozialdienst am Krankenbett bestellt. Mutti solle ins Heim. Das war das, was Mutti und ich, gerade eben nicht wollten. Zudem hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Arbeit und hätte mich geschämt, die Hände in den Schoß zu legen und sie im Heim pflegen zu lassen. Daher war es selbstverständlich für mich, dass ich die Pflege übernahm.

Nach dem ich die Pflege meiner Mutter übernahm, bin ich automatisch in Hartz IV gerutscht. Seitdem sehe ich ein „großes schwarzes Loch“ auf mich zu kommen. Meine wirtschaftliche Lage hat sich stark verschlechtert. Gerade wenn ich an meine Zukunft denke, muss ich mit Altersarmut rechnen, da ich mir als Hartz IV Empfänger in den ganzen Jahren nichts ansparen durfte. Eine Arbeit nach der Pflege werde ich mit über 50 Jahren schlecht mehr finden. An Lebensstandard habe ich eingebüßt, da ich nicht selbst über meinen Wohnraum, Auto und andere Dinge entscheiden darf.

Leben und Pflege mit Hartz IV, ein paar bedrückende Beispiele:

  • Man bekommt vom Jobcenter 21 Tage als „freie Zeit“ genehmigt, wobei einem pflegenden Angehörigen laut Pflegevertrag 28 Tage Kurzzeitpflege + 28 Tage Verhinderungspflege zustehen. Merken Sie schon was? Hier passen die Gesetze überhaupt nicht zusammen!
  • Zur Pflege braucht man auch einen funktionierenden zuverlässigen fahrbaren Untersatz. Mit Hartz IV darf und kann man sich diesen aber nicht kaufen. Zu denken ist auch an Werkstattkosten für ein Auto. Wovon sollte man diese bezahlen, wenn kein Geld da ist. Also hat man nur einen alten fahrbaren Untersatz, ist dieser nach den Jahren dann kaputt, muss man sich irgendwie Alternativen suchen
  • Wenn es um Wohnraum geht sieht die Sache sehr verzwickt aus. Immer muss man zuerst zum Jobcenter gehen und fragen: „Darf ich das?“ Das ist erniedrigend. Man bekommt nur Wohnraum so klein und billig als möglich zugewiesen. So kann man doch nicht pflegen. Man sollte selbst darüber entscheiden dürfen.

Ein entsprechendes Pflege- oder Betreuungsgeld, an Stelle der Hartz IV Leistungen, wäre eine Lösung und Ausdruck von Wertschätzung. Von diesem Geld könnte man alle gesetzlichen Sozialabgaben tätigen und wäre aus dem unmenschlichen „Kreislauf der Hartz – Gesetze“ raus. Dabei wäre es trotzdem noch keine „Vollkasko vom Staat“, die hier Gerechtigkeit schafft. Die Arbeit pflegender Angehöriger muss als besondere Situation gewürdigt und geschützt werden. Dazu muss der Gesetzgeber Freiräume schaffen. Martin Luther King sagte einmal: „ Ich habe einen Traum“! („I have a dream!“) Auch ich/wir pflegenden Angehörigen haben einen Traum: „Wir möchten nicht mehr länger die „Weißen Neger“ dieser Nation bleiben.

In den 10 Jahren, in welchen ich meine Mutter pflege habe ich meine Gesundheit strapaziert. Zum Arzt bin ich nie gegangen, weil ich schlechte Tage einfach wegstecken musste. Ich wollte für meine Mutter da sein. Die Nerven lagen so manches Mal regelrecht blank. Hab mich aber immer wieder gefangen, zum Glück.

Welche Unterstützung es durch die Pflegekasse gibt, wusste ich lange Zeit nicht. Als ich entschied, meine Mutter zur Pflege nach Hause zu nehmen, beriet mich eine Sozialarbeiterin: „Was wollen sie denn noch mit dieser abgemagerten Frau? Mit ihrer Mutti geht es doch sowieso bergab.“ Das es Kurzzeit- und Verhinderungspflege gibt, darauf wurde ich in den ersten Jahren nicht hingewiesen. So habe ich anfangs gepflegt ohne eine Auszeit zu nehmen. Erst durch einen Zeitungsartikel wurde ich auf meine Rechte als pflegender Angehöriger aufmerksam.

Für die Beantragung einer Pflegestufe musste ich mich durch den bürokratischen Dschungel kämpfen. Rat, wie man richtig pflegt, habe ich mir im Internet und von einer ausgebildeten Kranken- und Pflegeschwester im Freundeskreis geholt. Da hätte ich mir im Vornherein mehr Aufklärungsarbeit der Kranken- und Pflegekasse gewünscht.

Die Entscheidung, meiner Mutter die Pflege zu Hause zu ermöglichen, bereue ich bis heute trotzdem nicht. Mittlerweile muss ich mich rund um die Uhr bei Ihr aufhalten, weil ich sie nicht mehr allein lassen darf. Das eine Zimmer ihrer Wohnung habe ich zusammen mit ihren Bildern, Pflegebett und was noch dazu gehört in ein Pflegezimmer umgewandelt. Der restliche Bereich dient als Aufenthalts- und Schlafraum für mich. Die nunmehr vierteljährlich kommende Pflegeberatung ist sichtlich sehr zufrieden mit dieser Lösung und Mutters gutem Aussehen. Immerhin ist sie schon 95 und ich hoffe wir haben noch einige Zeit vor uns. Manchmal nehme ich sie in den Tanzschritt und sage: „Komm Mädel! Jetzt tanzen wir eine Runde!“ Ein kleiner Trick, damit sie das Stehen nicht verlernt.

( Bericht aus 2012 – aktualisiert in 2015 )

Die Mutter von Herrn B. ist  am 09.02. 2014 gestorben !

15 Gedanken zu “Mit Hartz IV wird man daran gehindert, für das eigene Alter vorzusorgen!

  1. Seit zwei Monaten nun bin ich mich durch Pflegedienst,Pflegestufe,Ärzte,Termine,Krankenhaus am Kämpfen. Mit einer Mutter die schwer krank ist. Es nicht wahrhaben will u ich gegen Windmühlen Kämpfe. Überall heißt es sie kann doch,sie will doch. Aber die Realität sieht anders aus. Aber das interessiert den MDK nicht.
    Dem Jobcenter schonmal garnicht. Erst ab Pflegestufe3 sind sie von der Arbeitsvermittlung befreit.
    Ganz nebenbei hab ich einen 7 Jährigen der grad auf Hochbegabung getestet wird.
    Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht u das Jobcenter macht nur Druck.
    Armes Deutschland,nein ich schäme mich Deutscher zu sein.
    Hier sind Familien,Kinder u Werte nichts Wert.

    • Liebe Frau Weidner,

      bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort – wir hatten 3 Wochen technische Schwierigkeiten und sind jetzt erst wieder erreichbar.

      Mit der Befreiung durch das Jobcenter ab Pflegestufe 3 (nun Pflegegrad 5) stimmt es „nur bedingt“. Das ist der offizielle Rahmen, aber wenn der Pflegeaufwand in anderen (geringeren) Pflegegraden sehr hoch ist, Ihre dauernde Präsenz erfordert, kann dies auch für niedrigere Pflegegrade erreicht werden. Hierfür benötigen Sie ein aussagekräftiges und klares Statement von dem Arzt (oder Facharzt) Ihrer Mutter. Dies dann beim Jobcenter vorlegen und dann sind Sie für die Zeit der familiären Pflege erstmal vom Druck der Vermittlung frei gestellt!

      Ein ganz wichtiger Faktor, denn oftmals sind es auch Maßnahmen, die nur der Statistik dienen und in keinster Weise einer Arbeitsvermittlung dienen.
      Wir wünschen gutes Gelingen, viel Kraft und falls Sie Fragen haben, können Sie uns gerne telefonisch erreichen

      Ein GUTES Neues Jahr für Sie – mit lieben Grüßen aus Telgte (bei Münster, NRW)

      Susanne Hallermann für Team ADP

  2. Facebook-Kommentar zu diesem Beitrag vom 15.März 2015 von Nicole Müller (mit ihrer Erlaubnis auf unserer Homepage-Seite zur Veröffentlichung frei gegeben – DANKE nochmals an Nicole Müller !!)

    Wenn man schon immer aufn amt hoert,als pflegender:

    „Was haben sie die letzten jahre gemacht?“

    „Gepflegt!“

    „Achsoooo,sie haben NICHT gearbeitet“

    dann ist alles gesagt ,zum stellenwert des „um sich kuemmerns „in der familie der in dieser gesellschaft zugemessen wird.

    Haette man nur tueten gefaltet..das waere ARBEIT,aber kinder erziehen,alte pflegen und begleiten ist eben keine.

    Die solchen mist von sich geben,denen kann man nicht mal boese sein,meist junge menschen,deren angehoerige noch relativ jung sind und sicher nicht krank und pflegebeduerftig gleich gar nicht,kurz :

    Sie haben keinen“blassen schimmer „das/ob pflege arbeit ist und …..auf behoerden sitzen SACHbearbeiter..wie der name schon sagt,es geht nicht um menschen,deren leben sondern SACHEN !

    Und als SACHE steht dem pflegenden nur ein mindestmass an lebensqualitaet zu,grad soviel,das er im dienste der SACHE weiterfunktioniert und eben nicht mehr,daher die zuordnung zu HARTZIV.

    Und..um noch das letzte aus den „nicht arbeitenden“rauszupressen,werden sie,genauso wie nichtpflegende ,genoetigt,ihre finanzielle beduerftigkeit durch die annahme eines jobs zu vermindern um diese leistungen zu sparen..auch dabei gehts nicht um MENSCHEN,sondern um die sache des „geld einsparens“an sich!

    Und wer als pflegender den spagat nicht schafft,zwischen pflege und job..kein problem,die „pflegemafia“freut sich ueber jeden neuzugang,denn mit dem kann man ja geld verdienen.
    Mehr,als der pflegende angehoerige jemals sehen wird,denn,dem solls so schwer wie moeglich gemacht werden,seine moralische einstellung/pflicht seinen angehoerigen gegenueber zu erfuellen,er soll ja dem(nicht vorhandnem)arbeitsmarkt zur verfuegung stehn als „verschiebemasse“und pflegen und familienbande stehen dem entgegen !

    Es hat schon seinen sinn,warum ueber,zwar vorhandene hilfen,nicht aufgeklaert wird und seit jahrzehnten die familien einem“beschuss“an eher zerstoerenden gesetzen/verordnungen usw.ausgesetzt sind..es liegt NICHT im interesse der politik,familienbande zu staerken /zu erhalten..ueberall soll der inhalt des geldbeutels das letzte wort haben und die not druck ausueben,dem arbeitsmarkt zur verfuegung zu stehn..familien braucht daher die politik nichtund da ist auch die ursache zu finden,warum pflegende hartzIV zugeordnet werden.
    Wer die restriktive gesetzgebung bei HARTZIV kennt und den begriff“bedarfsgemeinschaft „und dessen folgen…dem wird klar :

    HartzIV ist der „familienkiller NR.1″denn ganz natuerliche hilfen unter familienangehoerigen/gegenseitiges beistehn werden unter strafe gestellt und so pflegebeduerftige uU.in die arme des pflegesystems getrieben um an ihnen zu verdienen.
    Und „nachschub „gibts reichlich,denn auch der hartzIV-beziehende ,jetzt pflegende braucht irgendwann mal pflege ,nur…
    da ist keiner mehr da,durch die soziale isolation durch die pflege&hartzIV und ne familie ist/kann an dem ewigen (finanziellen)druck durch pflege+hartzIV+monsterbuerokratie zerbrechen !

    • ANFRAGE AUF FACEBOOK UND KOMMENTAR der INITIATIVE ADP (15.03.2015)

      Liebe Nikole Müller: DANKE für Ihren Kommentar – denn GENAU SO ist es!

      Dürfen wir Ihren FB-Kommentar auch auf unserer Homepage veröffentlichen ?

      DA steht dieser Bericht auch heute – so würde er von mehreren Menschen (und auch länger) gesehen werden können!
      SO GUT GESCHRIEBEN !!!!! Kompliment & DICKES Dankeschön!

      Susanne vom Team ADP

  3. Der Bericht hat mich sehr berührt, leider geht es den meisten zu Hause Pflegenden ähnlich.

    Ich selbst habe meine Mama, nach mehreren Schlaganfällen, seit 2009 gepflegt. Anfangs ließ es sich noch mit dem Job vereinbaren, aber als die Diagnose *vaskuläre Demenz* dazu kam, war es ein so großer Spagath zwischen Job und Pflege, so dass ich 2011 mich habe kündigen lassen, um ganz und rund um die Uhr für Mama da sein zu können.
    Nun ist es mit Sicherheit so, dass Jobcenter nicht gleich Jobcenter ist. Ich hatte Glück, mir wurden nie Steine in den Weg gelegt und hatte menschliche, einfühlsame Sachbearbeiter.

    Mama ist am 27.05.2014 verstorben, nach der Trauerphase wurde mir zugestanden, wieder an mich selbst zu denken. Ich habe diese Zeit genutzt um eine Reha für mich wahr zu nehmen und meinen weiteren Lebensweg zu überdenken, und mein Zielwar ganz klar 🙂

    Mit der Unterstützung des Jobcenters werde ich morgen mit dem Zertifizierungslehrgang zur Demenzbetreuerin nach $ 87 b beginnen. JA, ich möchte noch ettlichen Menschen versuchen, noch ein bissel Lebensfeude und Liebe zu geben 🙂

  4. Hallo zusammen auch ich Pflege meine Frau seit ca 18 Jahren leider mit zunehmender Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei eintritt der Erkrankung waren unserer Kinder noch Schüler also einen Haushalt führen Kinder erziehen mit höhen und Tiefen und eine Frau Pflegen mittlerweile Haus verkaufen müssen Job weg und alle 6 Monate beim Amt Hosen herunterlassen und ja keine Finanzielle zuwendung auf einem Kontoauszug .Ich würde mir wünschen das Pflegende Angehörige nicht als Hartz4 empfänger bezeichnet werden denn das reißt einen Mental noch tiefer in ein Loch und die ständigen Kontrollen von Amt gelockert werden schließlich ist ein Pflegebedürftige Person nachweisbar und diese Situation nicht gewünscht wurde .Desweiteren wünsche ich die Höhe des eines Zusatzverdienstes festzulegen ohne Kürzungen der Hartz4 Bezüge denn Pflegemittel Medezin usw.ist Teuer genung mfg Hans

    • Lieber Herr Jagoschinski,

      DANKE für Ihren Kommentar und Ihre Offenheit – ähnlich geht es Millionen Menschen, die sich um eine Ihnen zugehörige Person kümmern, in Deutschland und die oftmals aufgrund ihrer Pflegeleistungen kaum Kraft und Zeit haben, für sich zu sprechen, zu kämpfen, einzutreten.

      Gerne setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung und freuen uns auf Sie und Ihre Erfahrungen und ihr Dabeisein…

      Mit lieben Grüßen aus Telgte (bei Münster)!

      Susanne Hallermann für Team ADP (auf Ihren Nachtrag habe ich auch geantwortet 😉 )

  5. Lieber Herr B. aus Sachsen,

    Ihr Beitrag hat mich tief berührt. Auch Sie haben sich ohne Wenn und Aber für die Liebe entschieden, das Dasein für einen Menschen, der einem selbst das Leben geschenkt und das Laufen beigebracht hat. Auch Sie empfinden DAS als das Normalste auf der Welt.
    Das gesellschaftliche Umfeld aber zeigt uns, dass genau DAS außergewöhnlich ist und für Außergewöhnliches haben wir in unserer standardisierten Gesellschaft anscheinend keinen Platz.

    Sie müssen auf vieles verzichten, wie ich auch auf vieles verzichten musste, aber eines wird Ihnen bleiben: Die Gewissheit, dass Sie Ihrer Mutter das größte Geschenk gemacht haben, das man nur machen kann.

    In den Augen Ihrer Mutter sehe ich, dass sie stolz auf ihren Jungen ist und glücklich und das ist, was letztendlich zählt.

    • Liebe Frau Lonn,

      VIELEN DANK – wir werden Ihren Beitrag an Herrn B. weiterleiten…;) !!!

      Susanne Hallermann für Team ADP

  6. Ich bin allein stehend mit 2 Kinder, meine Tochter ist 20 Jahre alt und Sie ist ein Sonnenkind(Autist). Mein Sohn ist 15 Jahre und er geht noch zur Schule. Meine Tochter Betreue ich seit der Geburt. Ich bin gleichzeitig auch ihr Betreuer. Nun seit meiner Scheidung bin ich bei Hartz V. Ich habe schon teils gearbeitet auf geringfügig oder auf Teilzeit. Zuletzt bin ich selber erkrankt, hatte schon 2 mal eine Thrombose im selben Bein aus dem Grund verlor ich auch meine letzten Job den ich hatte. es ist schwer eine Arbeit zu bekommen weil meine Tochter kurz vor 9.00 Uhr abgeholt wird und bei schlechtem Wetter sogar nach 9.20 Uhr. Nach Hause gebracht wird Sie gegen 16.00 Uhr. Das ist die Zeitspanne wo ich arbeiten könnte. Leider ist es schwer etwas zu bekommen. Nun habe ich von mehren gehört, das mich das Jobcenter zwingen kann mein Kind in eine Einrichtung zu stecken, nur damit ich Arbeiten kann, Am besten Vollzeit. Meine Tochter möchte nicht weg und ich möchte es ihr jetzt auch noch nicht antun Sie ist erst 20 Jahre alt. Stimmt was an den Gerüchten????Zuvor war ich beim Jobcenter im 2 Stock nun haben Sie mich in den 3 Stock gesteckt, für schwere Fälle so wie ich es gehört habe. Dort sollen die Angestellte mehr druck machen, das wir arbeiten und vom Amt wegkommen. Welche Rechte habe ich, stimmt das allles. Darf das Amt das alles mit mir machen???? Ich bitte um einen Rat. danke

    • Liebe Familie E. ?, vielen Dank für Ihren offenen und vertrauensvollen Kommentar – wir melden uns bei Ihnen!
      Mit lieben Grüßen aus Telgte!
      Susanne Hallermann für Team ADP

  7. Hallo,
    der Bericht hat mich sehr berührt! Ich bin in der selben Situation und auch schon mit den Nerven am Ende, weil man nur Steine in den Weg bekommt.
    Ich pflege meine Mutter und meine Schwester, beide Pflegestufe II.
    Manchmal komme ich mir kaputter vor wie meine Mutter mit 74 Jahren.
    Ich bin aber erst 47 und soll jetzt wieder Vollzeit arbeiten gehen. Verlangt die Arge sonst gibt es Sanktionen.
    Habe selber Rheuma, Schuppenflechte, Arthritis und zeitweise Depressionen weil ich mich einfach
    überfordert fühle. Ein Rentenantrag für mich auf Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt. Beide möchten nicht ins Heim und ich könnte es auch moralisch gar nicht verantworten. Sie sind ja auch für mich da als Familie.
    Aber ich werde dieses Mal nicht aufgeben und wenn ich bis zum Sankt Nimmerleinstag mit denen vor die Gerichte ziehen muss.

    LG Manuela

    • Liebe Manuela,
      … vielen Dank für Ihre offenen Worte und Ihr Vertrauen, uns dies zu schreiben.
      Wir freuen uns mit Ihnen in Kontakt zu treten (initiative@armutdurchpflege.de) – melden Sie sich gerne bei uns…!
      Mit lieben Grüßen!
      Susanne Hallermann & Team ADP

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