ICH LEISTE TÄGLICH INTEGRATIONS-ARBEIT !!

Silvia Wölki

 

Ich bin Mutter von drei gesunden Töchtern und einer Tochter mit schwersten Behinderungen. 

Heute sind sie erwachsen. Meine jüngste Tochter studiert, die Älteren haben ihre Ausbildung bereits abgeschlossen. Meine behinderte Tochter ist gerne unter Leuten. Das entspricht ihrem Wesen. Darum gehe ich sooft ich kann mit ihr nach draußen, damit man uns sieht und sie trotz ihrer Behinderungen als Person wahrgenommen wird.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht von Silvia W., die vieles verlor, aber NIEMALS den Glauben an Ihre Kinder!!

DANKE Silvia und auch, dass Du Dich aktiv im Team ADP engagiert!!                                 Viel Kraft für die derzeit harte Zeit – wir denken dolle an Euch!                                            Deine Teamkollegen vom Team ADP

6 Gedanken zu “ICH LEISTE TÄGLICH INTEGRATIONS-ARBEIT !!

  1. Liebe Silvia Woelki,
    ich habe höchsten Respekt vor Deiner Lebensleistung und Deinen unermüdlichen Einsatz; ich bin dankbar so eine engagierte und taffe Dame wie Dichjetzt auch persönlich zu kennen !. Auch ich war eine junge Mutter und in den frühen 80ern alleinerziehend und imme voll berufstätig- ich weiß was DU GELEISTET hast.
    Mir wurde damls auf dem Amt gesagt; “sowas” müsse es doch heute nicht mehr geben… und HEUTE wären sie froh, es gäbe mehr Kinder ! SO ist unserre Gesellschaft. Ein halbes Jahr nachdem meine Tochter 18 wurde, ich fing grade an meine “verantwortungsfreie ” ungebundene Zeit zu geniessen, hatte mein damaliger Freund eine schwere Hirnblutung- seitdem pflege ich ihn; wir haben geheiratet. Seitdem sind wir kontinuierlich verarmt (Berufsaufgabe)und schon lange an der Endstation Hart IV angekommen.
    Solannge ich kann , werde ich gegen die inhumane und asoziale Umsetzung der deutschen Sozialgesetze angehen. Wenn es nur nicht so kräftezehrend wäre, gegen diese Windmühlen zu kämpfen; wäre es nicht besser wir könnten unsere Kräfte in die Pflege und Teilhabe der uns Anvertrauten stecken ??? Unterstützung wäre menschlich, aber Menschlichkeit bringt kein Profit.Nicht in einer Leistungsgesellschaft, in der nur der Erwerbstätige zur Mehrung des Kapitals zählt und Kinder, Alte und Pflegebedürftige einfach “hintenunter” fallen und als grade zu störend empfunden werden.
    Ich werde weiter Widersprüche schreiben und Klagen einreichen um meinem Mann ein gutes Leben im Rahmen seiner Behinderung zu ermöglcihen- und ich weiß , auch Du wirst nicht aufgeben!

    • DANKE liebe Elke für Deinen so sensibel unterstützenden Kommentar !!

      Kann man ja gerne auch an DICH zurückgeben…

      DIESE Frauen braucht das Land – aber eben auch wertschätzend sozial abgesichert !!!

      Mit lieben Grüßen aus Telgte!
      Susanne für Team ADP

    • Liebe Elke,
      vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Als ich dich und deinen Mann kennengelernt habe, hatte ich sofort Hochachtung vor dir! Ich bin froh, dass wir eine kurze, aber unvergeßliche Zeit miteinander in Berlin hatten. Es ist wohltuend Menschen wie dich auf dieser Welt zu wissen, denn so weiß ich, dass wir noch nicht ausgestorben sind. Es gibt also noch Hoffnung! Schön, dass es Menschen, wie dich gibt!
      Liebe Grüße aus Gütersloh, bitte auch an deine Lieben
      Silvia

  2. KOMMENTAR AUF UNSERER FACEBOOK von Sammy Morgane am 29.03.2015 – mit Genehmigung veröffentlicht – DANKE!

    ich wünsche Ihnen daß alle diese Wünsche sich erfüllen und daß die Ignoranz mancher Politiker gegenüber der Bürger bald ein Ende hat das wäre schön

  3. 2.KOMMENTAR AUF UNSERER FACEBOOK von Nicole Müller am 29.03.2015 – mit Genehmigung veröffentlicht – DANKE!

    Noch uebler wirds,wenn die betroffnen vom SGBII/XII abhaengig sind (wenn ggf.nur als “aufstocker “)

    Dieser rigiden/unmenschlichen gesetztgebung ausgesetzt,die schon gesunden zusetzt/krank macht..ist eigendlich das ende eines einigermassen menschenwuerdigen lebens ,wenn auch finanziell schlechter gestellt!

    Stichworte zu diesem thema sind :

    “Bedarfsgemeinschaft “/”schonvermoegen “mehrbedarf”(dies so gut wie nicht mehr gibt und die man sich langwierig/gerichtlich erkaempfen muss )/”angemessner wohnraum”(der in jeder kommune anders bemessen ist /wird.)allgemein :mangel an bezahlbarem wohnraum(von behindertengerechten wohnraum ganz zu schweigen)

    Die liste liesse sich beliebig lang fortsetzen bis hin zum in der alten sozialhilfe moeglichen,jetzt fast unmoeglichen kleiderbeihilfen..kurz :

    Wer ins SGBII/XII faellt/verbleiben muss ist vom gesrllschaftlichen leben weitestgehend isoliert und hat keinerlei moeglichkeiten,sich zu befrein,denn das “fordern&foerdern”ist zu reinem FORDERN verkommen,dem auch kranke/behinderte/pflegende unterliegen/mit dem sie traktiert werden.

    ImSGBII haengen auch immer sanktionen bei “pflichtverletzungen “im raum,die das,ohnehin schon knappe salaer noch kuerzen..auf befindlichkeiten kranker/behinderter und ihrer pfleger wird da nicht eingegangen und wenn,dann erst nach gerichtlichem gezerre..so das solche familien mitunter ueber jahre weit unterm existenzminimum liegen und mitunter gar kein geld bekommen,denn..bei wiederholter”pflichtverletzung”(zb.das nicht wahrnehmen von terminen)sind sanktionen von 100%moeglich(des regelsatzes )und sollte das immer noch nicht disziplinieren ,faellt auch der mietanteil weg.

    Nun sind ja kranke/behinderte oft tagesformabhaengig in ihren aktivitaeten..interessiert die aemter nicht,der kranke/behinderte muss nachweisen,das er nicht in der lage ist/war seine”pflicht “zu erfuellen!
    Da gibts (vom amt)solche forderungen wie “wegeunfaehigkeitsbescheinigungen “(sind offiziell zwar nicht existent)..die JCs ignorieren oft einfache arbeitsunfaehigkeitsbescheinugungen.

    Kurz:

    Kranke/behinderte und ihre pfleger stehen immer mit einem bein in/vor ner “pflichtverletzung”und somit vor ner sanktion(kuerzung ihrer ohnehin schon mageren bezuege ,solange sie dem SGBII”zugeschlagen “sind,also als “erwerbsfaehig “gelten und/oder mit einer erwerbsfaehigen person in einer sogenannten”bedarfsgemeinschaft “leben )

  4. KOMMENTAR AUF UNSERER FACEBOOK von Nicole Müller am 29.03.2015 – mit Genehmigung veröffentlicht – DANKE!

    Und dann bekommt man auf aemtern die frage :

    “Sie haben nicht gearbeitet ?”

    Achwas

    Pflege/erziehung von kindern ist keine arbeit und wenn ,selbstverstaendlich !

    Sicher ist erziehungsarbeit/haushaltsfuehrung selbstverstaendlich wenn man kinder hat,nur ….warum wohl legt man erziehenden(nicht nur von “normalen “kindern )nur noch steine in den weg ?
    Man koennte zu dem (gefuehlten)schluss kommen,das das erziehen von kindern gar nicht gewollt ist und von behinderten kindern erst recht nicht.
    Und wer behinderte/kranke menschen pflegt (und nicht dem staatlichen pflegesystem ueberlaesst )soll sehen,wie er klar kommt..irgendwann hat der idealismus,seine angehoerigen zu pflegen ne finanzielle/koerperliche grenze erreicht und man muss doch das staatl./private pflegesystem nutzen und dann ist die(rest)familie und der zu pflegende zum”abschuss “frei gegeben ,um mit ihm gewinne zu generieren.

    Die internationale staatengemeinschaft hat deutschland so oft “gerueffelt”wegen seinem umgang mit kranken/behinderten…genuetzt hats nix,kranke/behinderte werden als reine kostenfaktoren gesehen,die nur kosten,nix bringen und die pflegenden angehoerigen sind dem arbeitsmarkt entzogen(meistens)und somit der “druckmasse “der prekaeren/erwerbslosen ,die druck auf die noch arbeitenden ausueben(sollen ).

    Der umgang mit kranken/behinderten ist,seit der einfuehrung der “agenda 2010″noch skandaloeser/unwuerdiger/unmenschlicher geworden.

    Sicher,ein system kann es nicht jeder bevoelkerungsgruppe recht machen,ungerechtigkeiten wirds immer geben,egal ,wie sich das gesellschaftssystem nennt,aber ,die ausgrenzung /das finanzielle aushungern von kranken/behinderten und die “sippenhaftung “der familien bei der pflege laesst nur einen schluss zu :

    Kranke/behinderte und deren pfleger sind in/von der gesellschaft nicht gewollt (obwohl sie auch konsumenten/kunden..verbraucher sind und oftmals ordendlich drauf zahlen muessen )

    Das komische dabei ist:

    Die mehrzahl der menschen meint :

    “Was gehts mich an ?”

    Voellig ausser acht lassend,das krankheit/pflege ueber kurz/lang jeden trifft/treffen kann!

    Die deutschen meinen halt,sie sind unverwundbar ..nur ein”groessenwahn”dem sie unterliegen .

    Die pflegemisere wird sich noch dramatischer zuspitzen,als sie ohnehin schon ist,denn die familie,als hort der pflege ,existiert nur noch rudimentaer,sie wurde dem neuen gott”arbeit”geopfert/zerissen/verunmoeglicht(durch den mangel an lebenssicherheit/lebensperspektive )

    Wer krank/behindert ist..pflegt,kommt aus der fiscalen armut nicht mehr raus ..bloss gut,das es noch andere werte ausser geld gibt,so sind sie wenigstens an menschlichen werten REICH !

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