“Nicht jeder pflegende Angehörige hält die finanziellen Belastungen durch!”

Sabine Feldt mit ihrer Mutter

Das Armutsrisiko für pflegende Angehörige steigt….!!        

Artikel in der Sonntag Aktuell Baden-Württemberg vom 17.05.2015                 Elke Rutschmann (Berichte 1 & 2)

Ein Schlaganfall oder die Diagnose Alzheimer – viele Erkrankungen verändern nicht nur das Leben der Betroffenen grundlegend, sondern auch den Alltag der Angehörigen. Aktuell leben in Deutschland rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige. 75 Prozent werden von Angehörigen zu Hause betreut. Um eine geliebte Person zu pflegen, wenn sie nicht mehr allein zurechtkommt, geben manche  Angehörige auch ihren Beruf auf.

Dabei riskieren sie auch selbst viel: die eigene Alterssicherung ist geringer, das Armutsrisiko für pflegende Angehörige steigt.

Dabei entlasten sie Sozialsystem und Volkswirtschaft in Milliardenhöhe.             Der AOK- Bundesverband hat ausgerechnet, dass Angehörige in der häuslichen Pflege eine gesamt- wirtschaftliche Leistung von 29 Milliarden Euro erbringen.                          Das sind sechs Milliarden Euro mehr als die jährlichen Leistungen der Pflegeversicherung für häusliche Pflege.

Die Interessengemeinschaft „wir pflegen“ will für die pflegenden Angehörigen eine gerechtere finanzielle Absicherung erreichen. „Wir fordern, dass die gesamte Zeit, die Pflegende aufwenden, bei der Rente berücksichtigt wird“, sagt Susanne Hallermann  von der Interessengemeinschaft. Wenn es nach ihr ginge, würden pflegende Angehörige zudem ein Gehalt bekommen.

284 000 Menschen, die zu Hause pflegen, beziehen bundesweit Hartz IV.             Das ermittelte das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufs- forschung (IAB) der   Bundesagentur für Arbeit.

„Pflegende Angehörige haben gar keinen Status und müssten eigentlich als extra Gruppe eingestuft werden“, sagt Sabine Feldt, Vorstandsmitglied von „wir pflegen“.   Die 61-Jährige gab 2011 ihren Beruf auf, um sich um ihre Mutter zu kümmern.

Im Januar hatte die Bundesregierung das neue Familienpflegezeitgesetz auf den Weg gebracht. Für die meisten Angehörigen greife das Gesetz aber zu kurz, da man maximal 24 Monate Auszeit beantragen kann und mindestens 15 Stunden pro Woche in den Job zurückkehren muss, so Feldt.

Nicht jeder pflegende Angehörige hält die finanziellen Belastungen lange durch. Und wenn die Reserven und Familienrenten aufgebraucht sind, ist er gezwungen, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Betroffene halten es für ungerecht, dass pflegende Angehörige zuerst all ihre Rücklagen bis auf die Vermögensfreigrenze von 2600 Euro aufbrauchen müssen, bevor sie Hartz-IV-Leistungen erhalten. Angehörige von Pflegebedürftigen in Heimen haben dagegen relativ hohe Freibeträge für die eigene Alterssicherung, wenn sie zum Elternunterhalt herangezogen werden.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht 1 & Bericht 2 in der Sonntag Aktuell Baden-Württemberg vom 17.05.2015.

Armut durch Pflege in BILD DER FRAU

BILD DER FRAUDIE NEUE GENERATION DER SANDWICH-FRAUEN

… so lautet die Überschrift des Artikels in der Ausgabe der Bild am Frau vom15.05.2015.

Er entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative ADP und Frau Laudien steht für Zigtausende Frauen, die mitten in der Kindererziehung auch noch mit der Pflege von Familienangehörigen konfrontiert werden.

Starke Frauen sind sie  – wohl wahr – aber schwach sozial abgesichert für diese immense gesellschaftliche Leistung, die dem Sozialsystem Milliarden erspart und die Akteure im sozialen Abseits stehen lässt.

So wir Almut Laudien…., die notgedrungen im ALG II Bezug ist, ihre eigene Altersvorsorge ist minimalistisch – und dies betrifft zum größtenteil nach wie vor Frauen, die dann selbst im Alter arm sind.

Altersarmut ist “weiblich”, Ursachen ist die mangelnde Wertschätzung und Absicherung in Kindererziehungszeiten und Pflege von Angehörigen.

Danke an Almut Laudien für Ihr Mitmachen, an Reeg Bena für die Zusammenarbeit und das Aufgreifen der Drei-und Vierfach-betroffenen Sandwich-Frauen (und Männer).

Lesen Sie hier den kompletten Artikel in Bild der Frau (15.05.2015) und unser             ADP-Rentenpapier.

 

PFLEGEWENDE – POLITIK – POST ….

 ist fertig !

Mitglieder des Gesundheits-Ausschusses und alle pflegepolitischen Sprecher, alle Pflegestützpunkte und Kontaktzentren in Berlin haben nun unsere neue PVV-Broschüre, die Pressemeldung von wir pflegen und unsere Veranstaltungs-Einladung …

JETZT KENNEN WIR ALLE POSTLEITZAHLEN VON BERLIN   😉   !Flyer WdpA 2015_0402

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Wir nehmen SIE gerne mit nach BERLIN!

Wohlwissend, dass nicht alle Pflegenden in Berlin wohnen und nicht alle Menschen, die pflegen “vor die Tür” oder “abkömmlich” sind, bieten wir Ihnen an:

WIR NEHMEN SIE “EINFACH MIT” NACH BERLIN…. !!cropped-PVV-Flyer-A5-med-res.jpg

Schreiben Sie uns ihr kurzes Statement einfach in die Kommentare – wir nehmen Sie gerne “mit nach Berlin”…                                                                                         Ihr Team ADP