FAKTEN-CHECK: Armutsrisiko bei pflegenden Angehörigen !!

Häusliche Pflege wird freiwillig übernommen, niemand kann dazu gezwungen werden…

… aber sie darf für niemand zu einem Armutsrisiko werden, dieser Preis ist einfach zu hoch!

 

Zur Entlastung wurde im PSG I, II und III vieles versprochen, nun ist der Gesetzgeber in der Pflicht, diese Ankündigungen auch sicherzustellen – flächendeckend:

Erreichbare Pflegestützpunkte oder Beratungsstellen; ausreichend niederschwellige Entlastungsangebote, Tages- und Nachtpflegen; Erholungsheime für Angehörige, allein oder zusammen mit den Pflegebedürftigen usw..

Außerdem muss der „Entlastungsdschungel“ entwirrt werden, denn viele der durchaus hilfreichen Angebote kommen bei den Betroffenen nicht an, weil sie der Informationswust oder die Bürokratieflut abschreckt. Ent- lastungsangebote müssen für jeden Normalbürger verständlich sein!

Neben alldem brauchen die Pflegenden, deren eigenes Einkommen unterhalb einer (festzulegen- den) Einkommensgrenze liegt, einen finanziellen Ausgleich oberhalb der Armutsfalle ALG II. Wie dieser Ausgleich aussehen könnte, ist Sache der politisch Verantwortlichen. Denkbar wäre ein deutlich höheres Pflegegeld, teilweise zur Weitergabe an die Pflegeperson (das bei Inanspruchnahme der Sachleistung nicht gekürzt werden darf). Auch eine Erhöhung der PV Beiträge wäre denkbar, denn 0,1% Beitragserhöhung erbringen Mehreinnahmen von jährlich 1,2 Milliarden €.

Die politisch Verantwortlichen sind dringend aufgerufen, die Pflegeversicherung endlich solidarisch und „armutsfest“ umzugestalten. Geschieht das nicht, wird die Bereitschaft zur Pflegeübernahme weiter zurückgehen – aus Angst vor dem wirtschaftlichen Ruin.

Und dieser „Selbstschutz“ wird, zusammen mit der Verdoppelung des Pflegebedarfs und dem permanenten Fachkräftemangel, über kurz oder lang zum Kollaps des „deutschen Pflegesystems“ führen und der wäre eine Katastrophe, vor allem für diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind,und das können oder werden irgendwann wir alle sein!

Hier der gesamte FAKTENCHECK ARMUTSRISIKO PFLEGENDER ANGEHÖRIGER von unserem wir pflegen – Mitglied Gudrun Born aus Frankfurt – Stand Februar 2017

 

„Wenn ich heute pflege, bin ich morgen arm!“ – Armutsfalle Pflege

Jaqueline D ´Heer aus Gerabonn  in Baden-Württemberg pflegt ihren 88 jährigen Vater, der an Demenz erkrankt ist.

 

Wegen seiner Weglauftendenzen ist es erforderlich, dass er 24h / täglich betreut ist – deshalb zog sie zu ihm, musste ihre Arbeitsstelle aufgeben und dies ist ein großer Einbruch in ihrer eigenen Rentenabsicherung.

„Statt 1200€ Euro, hat mein derzeitiger Rentenbescheid eine Höhe von 580€!“

Pflegende Angehörige sind in der Armutsfalle – eine Schande für die größten Pflege-LEISTER in Deutschland – 75 % aller pflegebedürftigen Menschen werden familiär gepflegt und die Wertschöpfung ihrer Pflegeleistung liegt mit 37 MILLIARDEN Euro deutlich höher, als die gemeinsam Gesamteinnahmen beider Pflegekassen !!

DANKE an Jaqueline D ´Heer aus Baden-Württemberg und Andrea Schreiber vom ZDF für diesen gelungen Beitrag in Oma vom 26.05.2016 (2´), der für Millionen pflegender Angehöriger spricht!

Hier der 2´- Clip von ZDF Oma vom 25. Mai 2016

 

„Wir sind ein gutes Team!“

Seit die Pflegewissenschaftlerin Anja Gerlach (50) nach dem Schlaganfall ihres Ehemanns Tomas (56) das medizinische, therapeutische, pflegerische und soziale Versorgungssystem aus der Perspektive der Betroffenen erlebt, fragt sie sich, wie Menschen ohne Vorkenntnis sich darin zurechtfinden sollen.

Wir beide kommen aus Pflegeberufen: Mein Mann war Krankenpfleger in der Anäs- thesieabteilung eines Uni-Klinikums, und ich habe 15 Jahre als Krankenschwester gearbeitet, bevor ich Pflegewissenschaft studiert und dann sieben Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte gearbeitet habe.

Im Mai 2013 erlitt Tomas einen Schlaganfall mit der Folge eines Locked- in-Syndroms. Das bedeutet, er konnte klar denken, alles hören und verstehen, sich aber aufgrund seiner Lähmung nicht mitteilen…..

Danke an unser wir pflegen – Mitglied Anja Gerlach und ihrem Mann Tomas für diesen Bericht, der in Zusammenarbeit mit Pflege-Partner erschien –  Euer Team ADP!

Lesen Sie hier den Beitrag in der Zeitschrift Pflege-Partner von 01 / 2017 in PDF-Version.

Kredite für Hartz IV – Empfänger ?

Wer von Hartz-IV lebt, hat große Probleme, einen Kredit bei einer Bank zu bekommen. Hartz-IV Mittel zu bekommen bedeutet per se keine Sicherheiten zu haben, also kreditwürdig zu sein.

Eine Bank kann die Grundsicherung nicht pfänden, denn das Existenzminimum ist für Banken unantastbar. Doch Banken verlangen genau das: Die Sicherheit, dass sie Geld und Zinsen nach einer vereinbarten Zeit zurück erhält. Dennoch kommen Viele in Lage einen Kredit beantragen zu müssen. Geht das dann überhaupt?

Hier der gesamte Artikel !

„Pflegen macht arm und einsam!“

Die Initiative gegen Armut durch Pflege wurde angefragt – lesen Sie hier das Interview in finanzen.de vom 16. Februar 2016.

Hier das Interview in voller Länge  

Oma hat immer gesagt: „Du musst Lieben, was du tun musst!“

Andrea Siedler aus Bonn kümmert sich sich seit 13 Jahren um ihre Großmutter, die mittlerweile 98 Jahre alt ist – Andrea ist Tag und Nacht für ihre Oma da, rutschte notgedrungen in Hartz IV und der Poesie-Album-Vers ihrer Oma hilft ihr, wenn es mal wieder alles zu viel wird.

„Du musst nicht nur das tun, was du liebst, sondern auch das lieben, was du tun musst!“

Wir danken Andrea Siedler für diesen Bericht in der Pflege – Partner – Ausgabe von Dezember 2016 – hier als PDF .

Die aktuelle Pflegestatistik von Destatis

Das Statistische Bundesamt hat die neue PFLEGESTATISTIK 2015 veröffentlicht .

Nach wie vor werden die überwiegende Anzahl der Pflegebedürftigen durch Angehörige versorgt – Tendenz steigend und die Zahlen sprechen für sich .

Mehr Daten und Fakten finden Sie hier !

 

„Kraft tanken für die Pflege!“

Am Anfang war es nur eine Handvoll Gleichgesinnter, mittlerweile ist es ein richtiges Selbsthilfeprojekt! Derya Karatas erzählt, warum der Austausch in der Gruppe „Pflege heißt. auch an sich denken“ so wertvoll ist.

Die Pflege eines Angehörigen ist ein 24-Stunden-Job. Nicht jeder kann oder will eine solche Verantwortung übernehmen. Wir, sieben Personen aus Berlin-Kreuzberg, haben diese Herausforderung angenommen. Wir kommen aus Familien mit Migrationshintergrund und treffen uns zweimal im Monat…..

Hier der Bericht in der AOK Zeitschrift Gesundheit & Gesellschaft vom Dezember 2016 auch als PDF. Wir danken für die Veröffentlichungsrechte und wünschen weiterhin viel Erfolg und Wachsen der Gruppen 😊 ! Ihr Team ADP

Karatas Derya 16:12

wir pflegen NRW stellt sich vor – 10.11.2016 in Castrop Rauxel

flyer_pflege_11_2016web

 

67,25 Jahre gelebte Pflegeerfahrung kamen zusammen in Castrop-Rauxel – wir pflegen NRW war am 10. November 2016  von den B90/GRÜNEN eingeladen.

 

 

„Wenn Angehörige so viel mehr als Kranken- und Pflegekassen für die Versorgung Ieisten, ist eine Neuorientierung des Kranken- und Pflegeversicherungssystems unumgänglich!“ – so der Kommentar.

Hier die heutigen 3 Presseberichte (12.11.2016) – auch auf der Kinderseite 😊 !!

Wir danken dem Stadtverband der B90/GRÜNEN Castrop-Rauxel für die gelungene Veranstaltung und Abi Schlehenkamp für die gute gemeinsame Pressearbeit !

 

ruhrnachrichten-cr_20161112_1ruhrnachrichten-kommentar-as-cr_20161112_2ruhrnachrichten-klecks-cr_20161112_3

„Nach der Schule erst mal Oma füttern!“

5% aller befragten Jugendlichen helfen verantwortlich (!!!) in der familiaren Pflege – hier die aktuelle Studie vom ZQP:

zqp-studie-1610-bild
Das ZQP (Zentrum für Qualität in der Pflege – Berlin – www.zqp.de) hat Jugendliche in Deutschland zu ihren Erfahrungen mit Pflegebedürftigkeit in ihrer Familie oder zu Berührungspunkten mit dem Thema Pflege in ihrem Umfeld befragt.
Welche Aufgaben übernehmen die Jugendlichen und wie erleben sie die Situation? Welche Unterstützungsangebote würden sie sich wünschen?
Die umfassende ZQP Analyse finden Sie hier https://goo.gl/ppDD7O.